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Religion und Libido

Der Marskern besteht aus Marmelade

Haarsträubendes wie selbstverständlich

Hiob - Opfer und Miststück

Engels? Lenin? Man stelle sich vor, die Tür eine Klassenzimmers ginge auf, ein Lehrer träte ein und verkündete diese Erleuchtung: "Kinder, ich weiß was, der Marskern ... "  und würde darüber zu philosophieren beginnen. Es würde nicht viel Zeit verstreichen und die Männer mit den weißen Kitteln würden ihn aus dem Verkehr ziehen.
Anders herum, träte einer ein und behauptete, ein Gott habe die Welt erschaffen, so passierte nichts. Warum? Doch nur deshalb, weil Menschen einen derartigen Quatsch glauben KÖNNEN.
Da Buch Hiob ist der Schlüssel zum Verständnis, warum so viele Menschen den allergrößen Unsinn glauben, während sie sonst im Leben doch nicht auf den Kopf gefallen sind, nein, im Gegenteil, großartige Leistungen vollbringen, nicht nur sich selbst, sondern ganze Familien durchs Leben bugsieren, Erfindungen machen, rational arbeiten, sich in allen erdenklichen Situationen vernünftig und angemessen verhalten. Sein Gott hatte ihn immerhin dazu getrieben, seinen Sohn opfern zu wollen.
Das Buch Hiob offenbart diese seltsame, klebrige, emotionale Haftung am Glauben, die starken Gefühle, die verletzten, ja wütenden Reaktionen, die sich bei Kritik und Angriffen zeigen. Über alles kann in Gesellschaft geredet werden, aber darüber besser nicht. Der Marmelade beim Marskern hingegen fehlt der libidinöse Kern. Da geht´s dann.
Was Sache bei Religionen ist, sieht man auch an Kirchenliedern, wo es nur so von Libido wabbert und trieft. Tilmann Moser, dessen Gottesvergiftung, eine fulminate Abrechnung mit seinem Gott, bei Erscheinen großes Aufsehen erregte, zitiert zu Ende des Buches eine ganzer Reihe solcher Beispiele.

Selbst aufgeklärte Eltern werden munter, wenn man ihren Kindern erzählt, dass es keinen Gott gebe, kein Grund bestehe, daran zu glauben. Das Mindeste, was i.d.R. vorgebracht wird, lautet: "Lass das mal, die sollen später selbst (für sich) entscheiden, ob sie an Gott glauben", oder: "... ob es einen Gott gibt". Seit wann kann man die Existenz jemandes "entscheiden"? Dadurch, dass man das täte, wäre sie immer noch nicht gegeben. Und: wieviel "Entscheidungsfreiheit" hat denn jemand – "für sich" – dem von Kindesbeinen an eingeträufelt wurde, dass es einen Gott gebe? Wie riesig ist doch der Aufwand, ums dieses Hirngespinst wieder zu entfernen? Was soll das häufig vorkommende "für sich" bedeuten? Dass es eine private Wahrheit neben einer anderen gebe?

Fazit:Ein frommer Hirte
Es wird ein großes Tamtam um etwas gemacht, was doch ganz natürlich ist. Dieses wird angstbesetzt und dient der Beherrschung der Gläubigen, auch der Pfaffen, denn sie sind Opfer ihres eigenen Wahns. Das es sich um einen Trieb handelt, wie die Selbsterhaltung (Nahrungsaufnahme; das Saufen ist nicht der andere!), kann er nicht verschwinden, allerdings kräftig verbogen werden. Religionen greifen am Sexualtrieb an und wollen bestimmen, wer mit wem, wann,  zu welchem Zweck und mit wessen Erlaubnis. Das ist ihr Geschäft. Und am besten funktioniert die Sache, wenn man das den "Glauben" bereits Kindern einflößen kann. Sie wollen Einfluss auf die Köpfe; sie wollen die Kinder. Damit haben sie später alle.
Eine Reduzierung der ganzen aktuellen Diskussion auf Kinder, Jugendliche und den Zölibat als Grund ist viel zu kurz gegriffen.

Nicht nur immer lesen! - Tollen Mist ordern!

Karlheinz Deschner schrieb (1):
"Der Klerus braucht die Sünde, lebt davon, und am besten lebt er natürlich von der häufigsten und darum auch ihm liebsten, der sexuellen. Bis in die innerste Windung seines Hirns und den letzten Winkel seines Betts wird der Christ so von der Kirche versklavt. Schon von klein auf erzieht man ihn triebfeindlich, unterdrückt man scharf seine Libido, impft ihm das Sündenbewusstsein ein, nicht damit er sich frei von Sünde halte, was unmöglich ist, sondern auf daß er immer wieder in Konflikte gerate, immmer wieder sündige, immer wieder scheitere, weil er doch nur als Sünder, Schuldiger, Gescheiteter die Anwartschaft auf das begehrte ewige Heil bekommt, mit anderen Worten eben zum Infantien, Geängelten, Beherschten wird. Und das, und nur das, solle er werden.
Der Klerus propagiert und will das Opfer, den Verzicht, aber er rechnet mit der "Schwachheit" der menschlichen Natur, die er scheinheilig beklagt, während sie in Wahrheit doch seine ganzes Existenz begründet."

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1.) Kirche des Unheils, Heyne Tb, nur noch gebraucht. Warum wohl?