Grünes Bewusstsein - Ökoverkehr
Einführung des natürlichen Verkehrs
Schwenk in der Verkehrspolitik - Die Grünen zeigen Profil
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Vorschlag an die Grünen, Claudia Roth, 26.11.10
Liebe Claudia,
klasse, wie Du es allen in der Jackson-Pollock-Bar in Freiburg am Samstagabend des Parteitages in Freiburg gezeigt hast. Deine Warnung: "Da ich ein ziemlich kompromissloser Mensch bin, müsst Ihr da einfach durch", war unnötig. Alle hatten es ausgehalten, ja hopsten sich grün vor Freude nach dem Motto des Abends: "Tanz Dich grün".
Schade, dass ich Dich nicht sprechen konnte - Du warst zu beschäftigt mit Gloria Gay (I am what I am), Lenas "Satellite", Robbie Willams "Let me entertain you", den Pointer Sisters (So excited) und den White Stripes mit deren "Seven Nations Army" man immer richtig liegt, und dann natürlich hast Du auch Ton, Steine Scherben gespielt, dreimal Rio Reiser, Deine alte Band, die Du gemanaged hattest. Über ihn lief kürzlich ja erst ein Dokumentarfilm im Fernsehen, den ich sehr genossen hatte. Auch Du sprangst darin herum. Hast Du ihn gesehen?
Leider antwortet mir Dein Jens Althoff, der Faule, der als Pressesprecher auf Deiner Seite prangt, ja nicht, so dass ich Dir doch direkt schreiben muss.
Als linker Grüner oder grüner Linker, ich komme immer durcheinander, hatte ich Dich fragen wollen, ob Du meine Initiative zur Einführung des Naturverkehrs (Linksverkehr) unterstützen würdest?
Zum Hintergrund:
Der natürliche Verkehr zu Lande ist der Linksverkehr, nur zu Wasser ist es der Rechtsverkehr. Dieser, eingeführt von Napoleon, passt überhaupt nicht zu unserem Lande, zu unserer Mentalität, wo doch alles mehr in Richtung Ökologie und Naturverbundenheit rückt.
Wir sollten daher der internationalen Gemeinschaft ein deutliches Zeichen übermitteln. Diese Land ist grün, und wir sind die Vorreiter. Punkt. Die Grünen wären dazu geradewegs prädestiniert. Wer, wenn nicht sie, sollte eine solche gesellschaftliche Umwälzung zuwege bringen?
Der Linksverkehr würde der Motorik und den natürlichen Bedürfnissen der allermeisten Bürger im Lande Rechnung tragen, besonders denen aller Dicken sowie auch denen aller Pferdehalter. Warum?
Nun, erstere leiden nämlich wie ihre Rösser besonders unter dem Rechtsverkehr, da die meisten aufgrund der Corioliskraft Linksläufer sind, folglich immer auf der linken Straßenseite unterwegs sein wollen. Da Dicke und Pferde besonders viel Masse haben, macht sich die Abdrift nach links deutlich bemerkbar. Ja, ja, Du ahnst es: ich habe auch ein Pferd, bin daher nicht ganz selbstlos. Gerne hätte ich es Dir hier in Freiburg gezeigt.
Also: Nur Linkshänder würden sich ärgern, aber die können die Grünen ja an den Klaus Ernst abgeben. Zahlenmäßig fällt das nicht ins Gewicht.
Nebeneffekt:
Die Grünen würden ihr Profil als naturverbundene Partei ungemein schärfen, stünden sie doch für natürlichen Verkehr und bewiesen zudem, dass sie ein Herz für Pferde hätten, was wiederum viel Sympathie von hopsigen jungen Mädchen bewirken würde.
Würden die Grünen auf Landes- oder Bundesebene die Regierung stellen und das gleich mit der Einführung des Naturverkehrs verbinden, so hätte das eine unglaubliche Wirkung - Wiki, Geschichtsunterricht, internationale Presse usw.: "Die Einführung des Linksverkehr in Baden-Württemberg bzw. in Deutschland erfolgte mit dem Sieg der Grünen im Jahr ...", "Weißt Du noch, als die Grünen gewannen, haben sie auch gleich den Linksverkehr eingeführt" ...
Wäre das nicht verrückt?
Das würde auch den Linken den Wind aus den Segel nehmen, denn dem Vernehmen nach suchen die auch nach etwas Spektakulärem, um wieder mal positive Presse nach Veröffentlichung von Ernsts Pfründen zu kriegen.
Wieviel verdienst Du eigentlich so?
Liebe grüne Grüße
Georg Beckmann
PS: Übrigens - das so leidende Pferd ist das deutschlandweit berüchtigte Schwarzwälder BioRacheRoss. Gerne hätte ich es Dir hier gezeigt.
Noch was: kannst Du Dich enthalten, diese Holzperlenkette mit den großen, dicken, roten Kugeln zu tragen? Meine Mutter kriegt dann immer zuviel. Warum weiß ich nicht.
Auf dieser Seite hier kannst Du übrigens sehen, wie schwierig es ist, etwas gesellschaftlich zu verändern, wenn man ganz allein ist. Noch nicht mal eine Antwort habe ich gekriegt.
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Mail an den Pressesprecher der Grünen, Dr. Jens Althoff, 22.11.10
Sehr geehrter Herr Althoff,
ich gratuliere zu dem sehr gelungenen Parteitag der Grünen in Freiburg, meiner Heimatstadt.
Leider hatte ich in der Jackson-Pollock-Bar am Samstagabend des Parteitages keine Gelegenheit mehr, mich mit Claudia Roth zu unterhalten, war sie doch mit ihren DJ-Künsten voll ausgelastet gewesen.
Ich hatte ihr einen Vorschlag unterbreiten wollen, nämlich bei einem ev. Gewinn bei Landes- und Bundeswahlen den Linksverkehr einzuführen.
Er entspricht aus diversen Gründen eher unserem Körpergefühl, ist natürlich, "grün". Auf Wunsch kann ich das gerne erläutern.
Der Rechtsverkehr wurde den deutschen Ländern seinerzeit durch Napoleon aufoktroyiert und schließlich aus bloßer Konvention übernommen. Ein großer Fehler.
Der Effekt für Ihre Partei wäre enorm. Eine grüne Partei, die für Ökologie und Natur einträte und gleich auch im Verkehrswesen natürliche Verhältnisse schaffen würde.
Sehen Sie eine Chance, dass dieser Vorschlag von den Grünen aufgenommen werden würde?
Mit freundlichen Grüßen
Georg Beckman
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