Skip to main content

-Fantastische Männermode - Röcke schenken!

Mönche und andere Kleriker

Kerle beim Bier

Soutanen, Talare, Kutten

Hochinteressant ist die Sache mit den "Röcken" des Klerus, denn das sind sie, auch wenn sie unter anderen Bezeichnungen daherkommen. Kleriker sind wie berocktes Weibsvolk "beinlos".
Man denke mal an die Literatur des ausgehenden 19. Jahrhunderts:
Die Holde ließ ihr Taschentuch fallen, absichtlich natürlich, der Galan beugte sich nieder, um es aufzuheben, erblickte ihre Schuhe, Füße (hui, hui, !?) und beide erröteten … Huch, gottogott! Wofür stehen dann die Beine, die Füße?
Ist es nicht so, dass alle, die im Leben Röcke tragen, "keinen" haben? Ist das des Rätsels Lösung?
Wenn dem so wäre, läge es dann nicht nahe, dass diese angeblich geschlechtslosen Wesen, diesen Mangel, diesen schlimmen Verdacht, häufig durch andere männliche Attribute, beispielsweise kräftigen Bartwuchs, wie von orthodoxen Popen bekannt, wettzumachen trachteten?
Röcke dürfen bei uns nur über allen Verdacht erhabene Mannsbilder tragen. Was man bereits von dem Bild auf einer anderen Seite vermuten durfte, ist hier bewiesen - Schotten, Kerle, die auch ordentlich bechern können und nicht nur am Meßwein nippen, haben einen.

Es ist offensichtlich, dass um Frauenbeine, Füße und Schuhe viel Zauberei betrieben wird, gleich erkenntlich daran, dass die holde Weiblichkeit eigene Schuhläden hat; bei Kinder gibt es keine Trennung nach Geschlechtern. Nicht nur theoretisch, nein auch praktisch könnten sie mit Schuhen, wie sie Männer tragen, umhertrapsen. Babyschuhe sind alle gleich. Was soll denn auch, abgesehen von den vorherrschen Größen, an Füßen anders sein?
Und dann auch noch der Minirock, der das weibliche Bein enthüllte und eine heute fast unverständliche Diskussion auslöste ... und nicht nur das: heftige Emotionen - das ist der KernBaden1910!

Im Viktorianischen Zeitalter umwickelte man die Füße der Klaviere. Sie waren anstößig; sie durften nicht sein, denn verbotene Gedanken quollen hoch. Das Wort "leg" wurde in Gesellschaft vermieden, stattdessen wurde das franz. "jambe" benutzt, die Röcke reichten bis an den Boden, Frauen waren beinlos, Hosen waren Männerprivileg.
Große Umwälzungen erfolgten durch den Ersten Weltkrieg, denn die Frauen zogen ihre Arbeitsklamotten, Overalls u.ä., einfach nicht mehr nach Feierabend in den Fabriken aus, wo sie die Männer vertreten durften, während diese das Vaterland in Flandern oder sonstwo verteidigten. Eine Schande!
So zogen sie dann sogar noch Badeanzüge an, die immer höher rutschten und schließlich zu Bikinis verkamen. Da half dann auch der berüchtigte preußischen Zwickelerlass nichts mehr. Die Mädels waren nicht mehr zu bändigen. Noch in den Sechzigern gab´s Krach an den Schulen, als sie mit Hosen, womöglich noch engen Jeans auftraten. Krach gab´s natürlich auch wegen des Minis.
Heftig waren die Reaktionen aller konservativer Kreise, der Klerus natürlich ganz vorne. Aber auch viele, ganz "normale" Bürger fühlten sich auf einmal bemüßigt, gegen den Mini aufzutreten. So kam es in den Sechzigern zu einer Demonstration mit 25.000 Teilnehmern in Dortmund, Leute, die es schon längst aufgegeben hatten, für ihre eigenen Interessen auf die Straße zu gehen. 

Wirkungsvolle Verteidigung - Edelmist ordern!

Was also lang ist, eventuell noch ein rotes Käppchen trägt - tragen die christlichen Oberhalunken nicht auch welche? - hat gute Aussichten, mit dem männlichen Attribut unbewußt assoziiert zu werden, zumal beide Körperteile auch noch olefaktorische Qualitäten aufweisen (1a).  Warum steht der Penis im Traum nicht für den Kirchturm, sondern umgekehrt? Nun, nur ersterer, nicht der zweite, muss verdrängt werden.

Und dann überlege man sich noch mal weitere weibliche Späße:Frauenschuhe

  • rotlackierte Zehennägel, die, um so richtig Sinn zu ergeben,
    natürlich vorne herausgucken, Sandale, Halbschuh mit Loch usw. (1b)
  • Kettchen ums Enkel (2)
  • Strumpfnaht (3)
  • Ringe um die Zehen
  • farbige, gemusterte Strümpfe
  • rote Schuhe, auch getragen von den Päpsten
  • Hochhackige Schuhe; man stelle sich mal vor, dass ein Mann sie trüge ...
  • Humpelrock (enge Röcke, Fünfziger)

Das alles ist bei Männer in unserer Gesellschaft völlig undenkbar, das alles ist ganz offensichtlich sexuell.  

Herrn Ratzingers Qualitätsschuhwerk ...

Hier ist das gute Stück ...Die Schühchen Ratzingers

Lesetipp: Die bereits erwähnte Sexualgeschichte der Kirche von Karlheinz Deschner. Da müsste es jedem wie Schuppen von den Augen fallen.
Pflichtlektüre für Frauen ...

---------------------------

1a+b.) Hier eine seltsame Schweizer Seite, die hier nicht unbedingt verlinkt werden soll, aber man kann die Adresse ja kopieren. Unter anderem geht´s um Schuhfetischismus. So werden gebrauchte Frauenschuhe angeboten, "leicht duftend, von einer Zwanzigjährigen getragen, fussliebhaber.ch, > Geile Fussphotos etc.
2.) Ein schönes altes deut. Wort, engl. "ankle". Der Duden will´s männlich, aber des Verfasser kennt´s nur sächlich, so dass es auf den Duden - den es eh sehr kritisch beäugt - pfeift.
3.) Innerhalb weniger Stunden waren 1940 die neuen Nylonstrümpfe, immerhin 5 Millionen, unter Tumult und Prügelszenen in den USA ausverkauft. Erstmals durchsichtig, erstmals richtig Blick aufs Bein. Hatte frau keine erwischt, so wurde die Beine mit Kaffeesatz nachgefärbt, die Strumpfnaht durch einen Kajalstrich ersetzt. Warum, warum bloß?