Sünde - ein Geschenk des Himmels für die Kirchen
Der Protestant - ein armer Hund, ein armes Schwein, eine arme Sau
Schlimmer ist der sich liberal gebende Protestantismus, da der Kreislauf von Gebot und Verbot, Sünde, Beichte und Absolution nicht besteht, was dem Katholiken ja immer ein Ventil lässt. Gestehe, aber kehre ja zurück! Der Protestant kennt die Beichte nur in Ausnahmefällen.
Folge: Gebote und Verbote sind tatsächlich einzuhalten, während der Katholizismus die Sünde braucht. Er ist permissiver, duldsamer, letztlich "menschlicher", er kennt immer das Verzeihen. Er will nur, dass die Schäfchen bei der Stange bleiben und immer wiederkehren. Der Katholik bewegt sich stets im Kreis. Der Priester WILL die Sünde.
Konsequenz im Protestantismus: eine viel größere Strenge und Nüchternheit. Ratio war gefragt, also weg mit dem Kruzifix, den Heiligenbildern. Und vor allem auch fort mit dem Dogma. Während der Katholizismus bei der Argumentation über alle Abgründe hüpft oder notfalls Denkverbote setzt, die Dogmen, gibt sich der Protestantismus diskussionswillig, rationaler.
Bei der Erziehung gab´s z.B. die "Tracht Prügel für die Woche im voraus", im Bürgertum in vergangenen Jahrhunderten durchaus frommer Brauch, Stärkung der Autorität von Vater, Obrigkeit, Staat, der Mächtigen, Fabrikbesitzers usw., Orgelpfeifentum. Seine eigene Unterdrückung, den Zwang zur Angepassheit, reicht der Vater an die Kinder weiter. Der klassische Protestant trägt den Prügel, den Stock, im Kreuz, als hätte er "einen Säbel verschluckt". Er ist (stock-)steifer, unzugänglicher, der kühle Norddeutsche .... (1). Sein steifes Kreuz darf über die Wirklichkeit nicht hinwegtäuchen: es ist gebrochen!
Mulier taceat in ecclesia - Das Weib schweige in der Kirche (2)
Religionen sind gut - für Frauen, denn dadurch sind sie von Männern leichter zu beherrschen. In dem Sinne sind sie auch gut für Männer, eine tolle Erfindung - sofern sie nicht Opfer ihres eigenen Wahn werden. Sie sind Männermärchen. Nicht, dass irgendjemand sich hingesetzt, sie konstruiert oder eine Verschwörung angezettelt hätte, aber sie funktionieren im Interesse von Männern. Sie zementieren und sichern die gesellschaftlichen Herrschaftsverhältnisse, die Macht von Männern, ideologisch ab. Ökonomische Basis und ideologischer Überbau eben.
Dass gerade Frauen, die doch am meisten unter Religionen leiden, überwiegend die Kirchen füllen und für die Weitergabe dieses Wahns an ihre Kinder sorgen, ist paradox. Ein bemerkenswerte, ausgezeichnete Leistung von Männern.
Es geht immer um eins:
Wer darf wann wie und unter welchen Umständen über Frauen verfügen? Voilà.
Eins dürfte allen klar sein: der Kern aller Religionen ist ein sexueller (3).
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1.) Jürgen Barsch berichtete über die Einname von Mahlzeiten, dass er mit seinen Eltern am Tisch gessen habe, kerzengerade, wie die Generäle, mit dem Stock im Rücken.
Aus dem Gedächtnis v. Stück im Wallgrabentheater, Zitat aus dem Buch.
2) "Die Frauen sollen in euern Versammlungen schweigen." - 1. Korinther 14,34
3) Vergl. auch mal die mehr oder minder offen sexuelle Symbolik, die den Katholizismus durchzieht, so der Marien- und Herz-Jesu-Kult, die mittlerweile vergessene pietistische Verehrung der vaginalartigen Seitenwunde Christi, die Füßeküsserei von Heiligenbildern sowie die offen sexuelle Mystik. So fabuliert z.B. Mechthild von Regensburg seitenweise von der "Vereinigung ihrer nackten Seele mit Gott auf dem Brautbett". Hier mal des Verfassers Lieblingsheilige voller sprühenden Lebens, die Heilige Teresa von Avila, wie es sie mal in seinen ReiseTops dargestellt hatte. Diese durchbohrt ein schöner Engeljüngling mit einem goldenen Pfeil, was in ihr die "höchste der Wonnen auslöst".
Nebenstehend die berühmte Skulptur von Bernini sowie ein weiterer Link, auch mit Detailabbildungen sowie einem ihrer Ergüsse.
Nota bene: Das alles hat wurde schon vor Jahren beschrieben und auch veröffentlicht, s. den Hinweis bei Verdrängung.



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vor 25 Wochen 2 Tage