Entsetzliche Kulinarien - kein Geschenk
Anstößige Küche - unanständiges Essen
Ein fesselndes Gebiet ist das Essen. Was das nun mit Rossbomben zu tun hat? Sie werden sich wundern.
Was zählt, ist nicht, was Völker und Individuen verzehren, sondern das, was sie ablehnen. "Es schmeckt nicht" - verzweifelte Eltern mögen doch mal feste nachforschen, was der wirkliche Grund ist - auch bei sich selbst - wenn doch beispielsweise sogar schon vor dem Probieren verweigert wird.
Auch Sie hätten so manchen Gast zum Teufel schicken wollen, wenn er Ihr liebevoll zubereitetes Essen verschmähte. Andererseits standen auch Sie gelegentlich kurz vor der Häutung, wenn Sie eingeladen waren, ohne dies notwendigerweise bemerkt haben zu müssen.
Also, Grund der Misere? Sie ahnen es: Die Geschichte hat wieder etwas mit "Dreck" zu tun, im weitesten Sinne.
Neurosen auf den Tisch - Gastrogutscheine schenken
Viele Menschen scheinen geradezu ihre Individualität dadurch hervorkehren zu wollen, dass sie sich lang und breit über ihre Vorlieben und Abneigungen beim Essen auslassen und dabei doch nur eins verraten: ihre diversen Ängste, ihre Neurosen, ihre Dachschäden. Wenn die wüssten ...
Sie werden immer wieder auf dasselbe stoßen - nicht immer, aber immer wieder und verdammt oft: Aussehen, Beschaffenheit (Konsistenz), Geruch und Farbe, in Kombination oder allein.
Wenn man die Tabubereiche der Gesellschaft analysiert, versteht man, wie die Welt zusammengesetzt ist *
Bohren Sie erbarmungslos nach, gna-den-los! Höfliche Menschen haken bei einem "Das schmeckt mir nicht" nicht nach, das gölte als zudringlich, schließlich "mag man ja auch nicht alles". Mehr noch: eine solche impertinente Frage kommt den meisten überhaupt nicht in den Sinn. Lassen Sie diese Antwort nicht durchgehen. Suchen Sie nach Gefühlen, so werden Sie den Mist rauskriegen. Das Grauen liegt andernorts. Im Kopf. Nun fragen Sie sich, wie Sie das bei Ihrer Brut geschafft haben. Irgendwo kämpfen Sie auch gegen sich selbst.
Ebensogut, nur billiger als die allbewährte Rossprobe ist bei der Partnerwahl die Essensprobe. Finden Sie raus, was alles abgelehnt wird. Sie gucken geradezu in den Kopf. Sie ahnen, was sie erwarten könnte.
Teufelszeug bestellen nicht vergessen!
Andererseits: wollen Sie Altersvorsorge betreiben, so halten Sie sich bei der Erziehung des Nachwuchses an den alten Stil und drangsalieren Sie die Kinder, so dass sie mit anderthalb oder zwei Jahren stubenrein sind, so wie es amerikanische Eltern tun - heute! - die stolz darauf sind, weil es ihnen mehr Zeit für die Jagd nach Geld verschafft. Verniedlichend wird der Terror in jenem seltsamen Land "potty training" genannt. Je kräftiger Sie sie drücken, je steriler sie aufwachsen, desto mehr wird ihnen das Geld an den Händen kleben - oder - damit die Studies es auch kapieren - desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass sie eine hohe Affinität zum Geldwesen entwickeln werden.
Treiben Sie sie zigmal täglich zum Händewaschen, besprühen sie das Spielzeug, das ganze Kinderzimmer mit Sagrotan, Ihren Partner bzw. Ihre Partnerin und sich selbst gleich mit. Klatschen Sie alles, wovor SIE Angst haben, auf den Kinderschädel. Es wird wie Sie. Ist das nicht toll?
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* Zitat Film Julia Breker bei Raphaël Enthoven, s. auch hier.



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vor 25 Wochen 2 Tage